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Ein radikaler Perspektivenwechsel

Rückzug, Schweigen, Humor oder Intellektualisierung werden in der psychosozialen Beratung oft als Widerstand gelesen. Dieser Workshop lädt dazu ein, diese Sichtweise zu verändern. Aus nervensystemischer Perspektive sind viele dieser Verhaltensweisen keine Blockaden, sondern Schutzlogiken - intelligente Antworten auf Überforderung, Unsicherheit oder zu hohe Prozessdichte.

Der Workshop richtet den Blick darauf, wie Beratung aussieht, wenn Schutz nicht überwunden, sondern respektiert wird. Er zeigt, warum gut gemeinte Motivationsarbeit häufig Druck erzeugt und ungewollt zum Übergriff werden kann und wie Prozesse sich verändern, wenn Öffnung nicht eingefordert, sondern ermöglicht wird.

Im Zentrum steht eine Haltung, die eigene Unsicherheit aushält, Ambivalenz stehen lässt und Beziehung vor Intervention stellt. Wenn Schutz nicht mehr als Widerstand verstanden wird, hören Berater:innen auf, gegen Symptome zu arbeiten. Beratung wird leiser, klarer und nachhaltiger - weil Nervensysteme sich nicht mehr verteidigen müssen.

Wir gehen u.a. Fragen nach wie: Wie kann ich Schutz würdigen, ohne Prozesse zu stoppen? Was verändert sich in der Beziehung, wenn Schutz nicht bewertet wird? Wie halte ich eigene Ungeduld oder Ohnmacht aus, ohne sie zu „behandeln“? Diese Fragen werden nicht theoretisch beantwortet, sondern über Wahrnehmung, Reflexion und Erfahrung vertieft.

  • Reflexion von Rückzug, Schweigen und Humor als funktionale Schutzreaktionen
  • Einführung in eine nervensystemische Perspektive auf Beratungsprozesse
  • Entwicklung einer beratenden Haltung, die Schutz respektiert und berücksichtigt
  • Professioneller Umgang mit Ambivalenz und Unsicherheit in der Beratung
  • Stärkung der Beziehungsarbeit als Grundlage wirksamer Interventionen

imageTeilnehmende erhalten bei dieser Veranstaltung eine Supervisionsbestätigung im Umfang von insgesamt 5 Einheiten. Nähere Infos


Bei ausgewählten Angeboten erhalten Teilnehmende eine Supervisionsbestätigung, die für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung in vollem Umfang anrechenbar ist. Dies ist dann möglich, wenn didaktisch geplant und strukturiert mit der psychosozialen Beratungspraxis sowie mit dem Curriculum der LSB-Ausbildung verschränkt gearbeitet wird und die Reflexion beruflicher Erfahrungen der Teilnehmenden im Fokus steht. Im Sinne der Ausbildungssupervision werden dabei Methoden, Interventionen und professionelle Haltungen an realer Praxis vertieft und reflektiert.

Die Veranstaltung findet in diesem Fall im geschützten, supervisorischen Rahmen statt und wird von einer ausbildungsberechtigten Person gemäß BGBl. geleitet. Die Ausrichtung folgt dem fachlichen Verständnis von Supervision als professionsbezogenem Reflexionsprozess (vgl. u.a. Rappe-Giesecke: Supervision für Gruppen und Teams, Springer Verlag, 2009).


Termin: Mittwoch, 08.04.2026 | 16 bis 20 Uhr
Location: Zoom (Link kommt kurz vor der Veranstaltung)
Supervisorin: Antje Goldgruber-Hantinger
Preis: € 80,- pro Person

Verbindliche Anmeldung - Schutz ist kein Widerstand

Stornobedingungen: Ich akzeptiere folgende Stornobedingungen: Bei einer Absage bis 7 Tage vor der Veranstaltung werden 50%, innerhalb von 7 Tagen 100% der Kosten verrechnet.
Datenschutz: Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert.
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