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Neurosystemisch gedacht & ohne Selbstfürsorge-Rhetorik

In der psychosozialen Beratung wird oft mehr getragen, als professionell notwendig ist. Viele Berater:innen halten nicht nur Prozesse, sondern übernehmen unbemerkt Verantwortung, die ihnen nicht gehört. Was aus Engagement entsteht, wird zur Belastung - und langfristig zum Risiko für Erschöpfung und Burnout. Dieser Workshop macht eine zentrale Unterscheidung erfahrbar: Halten ist nicht Tragen. Tragen bindet, zieht und überfordert das eigene Nervensystem. Halten hingegen schafft Raum, du bleibst präsent und lässt Verantwortung dort, wo sie hingehört. Der Unterschied zeigt sich nicht zuerst im Denken, sondern im Körper - in Enge oder Weite, Druck oder Stabilität.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wo professionelle Verantwortung endet und unbewusste Übernahme beginnt. Der Workshop lädt dazu ein, eigene Muster von Überverantwortung wahrzunehmen und Grenzen neu zu verstehen: nicht als Abwehr, sondern als regulierende Beziehungsgeste.

Wenn Berater:innen lernen zu halten, ohne zu tragen, verändert sich ihre Arbeit grundlegend. Prozesse werden klarer, Beziehung bleibt lebendig und die eigene Präsenz wird ruhiger. Nicht durch weniger Engagement, sondern durch stimmige Verantwortung, die Halt gibt - ohne zu erschöpfen.

Nicht alles, was im Raum schwer wird, gehört dir. Professionelle Arbeit heißt nicht, Lasten zu sammeln, sondern Räume zu halten. Wer trägt, verliert Kraft. Wer hält, bleibt präsent. Genau hier liegt der Unterschied zwischen Engagement und Verschleiß - und zwischen Erschöpfung und Wirksamkeit.

  • Unterscheidung zwischen professionellem Halten und Tragen in Beratungsprozessen
  • Reflexion eigener Muster von Überverantwortung in der Beratung
  • Körperliche Wahrnehmung von Enge, Druck und Stabilität
  • Klärung professioneller Grenzen als Beziehungsgeste
  • Stärkung von Präsenz und Wirksamkeit durch stimmige Verantwortungsübernahme

imageTeilnehmende erhalten bei dieser Veranstaltung eine Supervisionsbestätigung im Umfang von insgesamt 5 Einheiten. Nähere Infos


Bei ausgewählten Angeboten erhalten Teilnehmende eine Supervisionsbestätigung, die für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung in vollem Umfang anrechenbar ist. Dies ist dann möglich, wenn didaktisch geplant und strukturiert mit der psychosozialen Beratungspraxis sowie mit dem Curriculum der LSB-Ausbildung verschränkt gearbeitet wird und die Reflexion beruflicher Erfahrungen der Teilnehmenden im Fokus steht. Im Sinne der Ausbildungssupervision werden dabei Methoden, Interventionen und professionelle Haltungen an realer Praxis vertieft und reflektiert.

Die Veranstaltung findet in diesem Fall im geschützten, supervisorischen Rahmen statt und wird von einer ausbildungsberechtigten Person gemäß BGBl. geleitet. Die Ausrichtung folgt dem fachlichen Verständnis von Supervision als professionsbezogenem Reflexionsprozess (vgl. u.a. Rappe-Giesecke: Supervision für Gruppen und Teams, Springer Verlag, 2009).


Termin: Dienstag, 02.06.2026 | 16 bis 20 Uhr
Location: Zoom (Link kommt kurz vor der Veranstaltung)
Supervisorin: Antje Goldgruber-Hantinger
Preis: € 80,- pro Person

Verbindliche Anmeldung - Halten vs. Tragen

Stornobedingungen: Ich akzeptiere folgende Stornobedingungen: Bei einer Absage bis 7 Tage vor der Veranstaltung werden 50%, innerhalb von 7 Tagen 100% der Kosten verrechnet.
Datenschutz: Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert.
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