Stille ist in der psychosozialen Beratung kein neutraler Zustand. Sie ist Information. Und sie ist wirksam - regulierend oder destabilisierend, je nachdem, wie sie entsteht und gehalten wird. Dieser Workshop widmet sich Stille nicht als Pause oder Methode, sondern als präzisem Arbeitsinstrument, das gelesen werden will. Im Beratungsalltag wird Stille häufig gefüllt: aus Unsicherheit, aus Fürsorge oder aus dem Impuls, Prozesse am Laufen zu halten. Dabei bleibt oft unbeachtet, dass es unterschiedliche Qualitäten von Stille gibt. Leere, Stille kann Ausdruck von Abbruch oder Überforderung sein. Überfordernde Stille kann Nervensysteme in Rückzug oder Erstarrung treiben. Integrative Stille hingegen schafft Orientierung, ermöglicht Verarbeitung und lässt Beziehung spürbar werden.
Der Workshop schärft die Wahrnehmung für diese Unterschiede. Er richtet den Blick darauf, wann Stille reguliert und wann sie Schutzreaktionen verstärkt. Entscheidend ist dabei nicht die Dauer der Stille, sondern das Beziehungsgeschehen, in das sie eingebettet ist.
Im Zentrum steht die Fähigkeit, Stille zu lesen, statt sie reflexhaft zu füllen. Was geschieht im Nervensystem, wenn nichts gesagt wird? Ist die Stille tragfähig oder kippt sie? Und was braucht es von der beratenden Person, damit Stille zu einem Raum wird, in dem Integration möglich ist?
Wenn Stille als Information verstanden wird, verändert sich die Arbeit grundlegend. Gespräche verlangsamen sich - nicht aus Zögern, sondern aus Präzision. Interventionen werden sparsamer, klarer und wirksamer. Beratung verliert an Druck und gewinnt an Tiefe, weil das Wesentliche nicht übertönt wird.
Teilnehmende erhalten bei dieser Veranstaltung eine Supervisionsbestätigung im Umfang von insgesamt 5 Einheiten. Nähere Infos
Bei ausgewählten Angeboten erhalten Teilnehmende eine Supervisionsbestätigung, die für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung in vollem Umfang anrechenbar ist. Dies ist dann möglich, wenn didaktisch geplant und strukturiert mit der psychosozialen Beratungspraxis sowie mit dem Curriculum der LSB-Ausbildung verschränkt gearbeitet wird und die Reflexion beruflicher Erfahrungen der Teilnehmenden im Fokus steht. Im Sinne der Ausbildungssupervision werden dabei Methoden, Interventionen und professionelle Haltungen an realer Praxis vertieft und reflektiert.
Die Veranstaltung findet in diesem Fall im geschützten, supervisorischen Rahmen statt und wird von einer ausbildungsberechtigten Person gemäß BGBl. geleitet. Die Ausrichtung folgt dem fachlichen Verständnis von Supervision als professionsbezogenem Reflexionsprozess (vgl. u.a. Rappe-Giesecke: Supervision für Gruppen und Teams, Springer Verlag, 2009).
Termin: Mittwoch, 01.07.2026 | 16 bis 20 Uhr
Location: Zoom (Link kommt kurz vor der Veranstaltung)
Supervisorin: Antje Goldgruber-Hantinger
Preis: € 80,- pro Person
Registrierte Marken und Designs (alle Rechte vorbehalten):
LSB STUDIO, LANDEZONE, HANTINGER, FREAKWERK, MENTAL-HEALTH-COACH
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