In der psychosozialen Beratung ist das eigene Nervensystem kein privater Hintergrund, sondern ein zentrales Arbeitsinstrument. Es beeinflusst Wahrnehmung, Timing und Entscheidungen - oft früher, als es kognitiv erfassbar ist. Wer mit Menschen arbeitet, arbeitet immer auch mit der eigenen Aktivierung. Dieser Workshop richtet den Fokus darauf, das eigene Nervensystem bewusst in die professionelle Arbeit einzubeziehen. Im Zentrum steht die Fähigkeit, eigene Aktivierung früh zu erkennen, noch bevor sie zu Aktionismus, Rückzug oder Übernahme führt. Nicht jede innere Reaktion gehört zum Prozess. Und nicht jedes körperliche Signal ist Information über das Gegenüber.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen Resonanz und Trigger. Resonanz liefert Hinweise auf das Beziehungsgeschehen im Feld und erweitert Handlungsspielraum. Trigger hingegen verengen Wahrnehmung und drängen zu schnellen Interventionen. Diese Differenzierung ist entscheidend für eine klare, verantwortungsvolle Prozessführung.
Der Workshop macht erfahrbar, wie Präsenz auch unter Spannung stabil gehalten werden kann - ohne sich abzuschirmen oder stupide zu funktionieren. Es geht nicht darum, eigene Reaktionen zu kontrollieren oder zu regulieren (nur im Notfall), sondern sie lesen zu lernen und bewusst einzuordnen.
Wenn das eigene Nervensystem als Arbeitsinstrument genutzt wird, verändert sich die Beratung grundlegend. Entscheidungen werden klarer, Interventionen sparsamer und Beziehung verlässlicher. Beratung wird souveräner, weniger reaktiv - nicht durch Distanz, sondern durch verkörperte Professionalität.
Teilnehmende erhalten bei dieser Veranstaltung eine Supervisionsbestätigung im Umfang von insgesamt 5 Einheiten. Nähere Infos
Bei ausgewählten Angeboten erhalten Teilnehmende eine Supervisionsbestätigung, die für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung in vollem Umfang anrechenbar ist. Dies ist dann möglich, wenn didaktisch geplant und strukturiert mit der psychosozialen Beratungspraxis sowie mit dem Curriculum der LSB-Ausbildung verschränkt gearbeitet wird und die Reflexion beruflicher Erfahrungen der Teilnehmenden im Fokus steht. Im Sinne der Ausbildungssupervision werden dabei Methoden, Interventionen und professionelle Haltungen an realer Praxis vertieft und reflektiert.
Die Veranstaltung findet in diesem Fall im geschützten, supervisorischen Rahmen statt und wird von einer ausbildungsberechtigten Person gemäß BGBl. geleitet. Die Ausrichtung folgt dem fachlichen Verständnis von Supervision als professionsbezogenem Reflexionsprozess (vgl. u.a. Rappe-Giesecke: Supervision für Gruppen und Teams, Springer Verlag, 2009).
Termin: Dienstag, 03.11.2026 | 16 bis 20 Uhr
Location: Zoom (Link kommt kurz vor der Veranstaltung)
Supervisorin: Antje Goldgruber-Hantinger
Preis: € 80,- pro Person
Registrierte Marken und Designs (alle Rechte vorbehalten):
LSB STUDIO, LANDEZONE, HANTINGER, FREAKWERK, MENTAL-HEALTH-COACH
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